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Steuern / Einkommensteuer 
Dienstag, 12.06.2018

Bei Verkauf des selbstgenutzten Eigenheimes keine Spekulationsteuer auf häusliches Arbeitszimmer

Das Finanzgericht Köln entschied, dass der Gewinn aus dem Verkauf von selbstgenutztem Wohneigentum auch dann in vollem Umfang steuerfrei ist, wenn zuvor Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzt wurden (Az. 8 K 1160/15).

Im vorliegenden Fall hatten die Kläger innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist ihre selbst bewohnte Eigentumswohnung veräußert. In den Vorjahren hatten sie den Abzug von Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer erfolgreich geltend gemacht. Das Finanzamt unterwarf den auf das Arbeitszimmer entfallenden Veräußerungsgewinn von 35.575 Euro der Besteuerung. Es war der Ansicht, es liege insoweit keine steuerfreie eigene Wohnnutzung i. S. v. § 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG vor.

Das FG Köln folgte dem nicht und vertrat die Auffassung, dass ein häusliches Arbeitszimmer nicht zu einer anteiligen Besteuerung des Veräußerungsgewinns führe. Das Arbeitszimmer sei in den privaten Wohnbereich integriert und stelle somit kein selbständiges Wirtschaftsgut dar. Des Weiteren stünde eine Besteuerung auch im Wertungswiderspruch zum generellen Abzugsverbot von Kosten für häusliche Arbeitszimmer in § 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 1 EStG.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da das beklagte Finanzamt die zugelassene Revision beim Bundesfinanzhof (BFH-Az. IX R 11/18) eingelegt hat.

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